Ursprung und Hintergrund.

Leonhard Euler

Ein ähnliches Spiel wurde unter dem Namen »carré latin« (Lateinisches Quadrat) vom Mathematiker Leonhard Euler [ Abb.] im 18. Jahrhundert erfunden; im Gegensatz zu Sudoku ist dieses nicht in Quadratblöcke unterteilt. Seinen Durchbruch erlangte das Sudoku jedoch erst, als die japanische Zeitschrift Nikoli solche Rätsel regelmässig abdruckte. Zu diesem Zeitpunkt erhielt das Zahlenpuzzle seinen heutigen Namen. Dieses Rätsel ist seit 2005 über die britische Zeitung The Times auch in Europa populär geworden und gehört inzwischen zum Standard vieler Rätselseiten in Zeitungen.

Spielvergnügen für viele Jahre.

Die Zahl der möglichen 9×9-Sudokus beträgt nach Berechnung von Bertram Felgenhauer (2005) 6.670.903.752.021.072.936.960. Die Zahl wurde unabhängig davon durch Ed Russell bestätigt. Nach Ed Russel und Frazer Jarvis gibt es 5.472.730.538 Möglichkeiten bei Berücksichtigung von Symmetrien.

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Der Schriftsteller Jacques Attali denkt in einem Essay des L'Express über das Phänomen Sudoku nach: "Es ist ... ein Spiel für den Einzelnen, das dem, der sich ihm hingibt, das beruhigende Vergnügen verschafft, durch sich steigernde Anstrengungen in wenigen Minuten ein Rätsel zu lösen. Es ist letztlich und vielleicht vor allem aufschlussreich für die grundlegende Angst unserer Gesellschaften: vor der Unordnung und der Leere; Sudoku vermittelt die Gelegenheit, Ordnung zu schaffen, alles an seinen Platz zu räumen und dem Chaos der Realität zu entfliehen."
Perlentaucher [11.04.2006]